in den neuen straßenbahnen hängen kleine monitore, zur visuellen dauerwerbebschallung. zwischen durch kommen infos, die keinen interessieren. seit kurzem läuft auch promi klatsch. und ja: es ist ganz wunderbar zu wissen, dass schauspieler auch außerhalb der leinwand schauspielern. muss doch irgendwie eine berufung sein und nicht nur ein einfacher job. deswegen schaffen sie es auch nicht den an den nagel zu hängen, sondern hängen sich selbst an die nadel (oh man, was ein scheiß wortspiel). jeden morgen sitze ich also in dieser bahn, sehe irgendeine tussi (immer die gleichen blonden haare, das ausgeschnittene dekolleté in dem es ohnehin nischt zu sehen gibt, und die grinseschnute dazu) in pailletenkleid auf nem roten teppich im blitzlichtgewitter. „malaga hilton lässt sich klonen“. und um mich herum menschen in pelzmänteln mit dreck unter den fingernägeln und leergut in ihrem plastiktüten. ich frage mich: was ist eigentlich elend?
Gespeichert unter: away to wonderland and back, inside the castle | Schlagworte: ödnis, winter
… this is a wordpress blog. tja, wer hätte das gedacht. wie fängt man so was eigentlich an? hello world! ist auf jeden fall ein verdammt beschissener beginn. die welt hab ich nämlich seit ein paar tagen gar nicht mehr gesehen. also nicht die, die sich außerhalb meiner paar wände befindet. ist viel zu kalt, um da draußen in der grauen brühe rumzulaufen, wo der wind einem ins gesicht beißt. nee, nee, hab ich mich schön hier drin verkrochen und war un-sozial, hab teeparty gehalten, mit mir als einzigem gast. und muss jetzt feststellen, dass man dabei doch ein wenig verrückt wird. weil in meinem kopf nämlich sich die gedanken gegenseitig in den po beißen.